Da der globale Wettbewerb zunimmt, müssen regionale Firmen ihr Angebot mit innovativen Produkten und Dienstleistungen bereichern. Mit dem Ziel die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, stehen Service-Innovationsprozesse stark im Fokus der oberösterreichischen und südböhmischen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. In beiden Regionen werden Innovationsimpulse festgestellt, allerdings sind die fehlenden Erfahrungen und Ressourcen von KMUs der Grund, warum ihr Potential teilweise ungenutzt bleibt. Sowohl Oberösterreich als auch Südböhmen verfügen über ausreichende Kapazitäten, jedoch ist die Vernetzung der Forschung mit der lokalen Wirtschaft eine große Herausforderung. Als Ursachen dafür können beispielsweise angeführt werden, dass die Strukturen der F&E Zentren nicht völlig mit jenen der regionalen Wirtschaft zusammenpassen.

Mit dem Projekt SIP-SME entwickeln die Projektpartner des Forschungsschwerpunkts Global Business Management der Fachhochschule Oberösterreich (GBM/FH OÖ) und die Südböhmische Universität in Budweis (EF JCU) mit Unterstützung der Disseminationspartner Business Upper Austria und dem Südböhmischen Science & Technology Park (JVTP), basierend auf vorangegangenen Analysen und Interviews mit WirtschaftsexpertInnen, ein Instrument sowie ein finales Online-Tool, um einen kontinuierlichen Service-Innovationsprozess für KMU in beiden Regionen zu ermöglichen. Mit diesem Projekt könnten die Probleme beider Grenzregionen gelöst werden, da das Tool die Ausschöpfung bestehender Innovationsimpulse mithilfe grenzüberschreitender Zusammenarbeit fördert. Dadurch wird das langfristige Innovationspotential genutzt und vor allem der Auftritt von KMU gestärkt. Für das Projekt werden KMU aus beiden Regionen ausgewählt, mit denen der Einsatz des Instruments erfolgt, um basierend auf deren Ergebnisse das finale Tool zu entwickeln. Mithilfe des Tool erhalten alle innovationsorientierten KMUs in den beiden Regionen mehr methodische Unterstützung zum Innovationsmanagement. Dieses Tool wird abschließend online zur Verfügung gestellt, sodass auch nach Projektende online frei zugänglich ist.

Projektziel

Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Online-Tools, das Unternehmen eine detaillierte Analyse ihrer Innovationsprozesse ermöglicht. Durch die Messung von Organisation, Management, Ressourcen, Prozessen, KPIs, Marktsituation und Kundenerfahrung erhalten Unternehmen einen Überblick über ihren aktuellen Innovationsstatus sowie Empfehlungen zur Verbesserung ihrer Innovationsprozesse und ihres Innovationsmanagements.

Zielgruppen

Die primären Zielgruppen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Forschungseinrichtungen und regionale öffentliche Einrichtung.

Projektdurchführung

Für die Entwicklung des fertigen SIP-Tools wird zu Beginn mithilfe vorangegangener Literaturrecherchen und Interviews mit WirtschaftsexpertInnen ein erstes Messinstrument entwickelt. Das Messinstrument wird anschließend von je zehn ausgewählten KMUs der beiden Grenzregionen eingesetzt und stetig verbessert, um es in ein finales SIP-Tool zu transformieren. Die Disseminationspartner stellen hierbei ihre Netzwerke zur Verfügung. Im sechsmonatigen Abstand wird der Einsatz des Messinstruments getestet. Daten werden erhoben und Ergebnisse ausgewertet, welche schließlich in die Modifikation und Finalisierung des Tools miteinfließen. Dadurch erhalten diese KMUs bereits einen tieferen Einblick in Service-Innovationsprozessmanagement und dessen Anwendung. Zusätzlich werden sie bei der Nutzung von vorhandenen Innovationsimpulsen sowie bei der Auffindung von lokalen oder grenzübergreifenden Kooperationspartnern unterstützt. Alle Ergebnisse des Projekts sind ebenfalls online frei zugänglich.

Finanzierung

Gefördert wird das Projekt aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung der Europäischen Union im Rahmen des Programms INTERREG V-A Österreich-Tschechische Republik.

 

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